Die Beherbergung eines Menschen

Die Beherbergung eines Menschen

N…. kam zum Krankenhaus LACIMET mit ihrer Unterstützerin. N… hatte schon seit einiger Zeit ihre Medikamente nicht mehr genommen, und als Konsequenz hatte sie nun mit Diarrhö, Blutarmut und Gewichtsverlust zu kämpfen. Als sie nicht mehr im Krankenhaus bleiben konnte, blieb sie einige Nächte in Alto Refugio um weiterhin ihre Analysen zu erhalten.

Als die Zeit kam, dass sie gehen durfte, wurde ihr gesagt, dass sie in 10 Tagen wiederkommen solle. Ihre Begleiterin wollte ihr die lange Busfahrt nicht zumuten, und so bot ich ihr an, bei uns zu bleiben. Am nächsten Tag kam ihr Onkel mit Lebensmitteln, aber bald fühlte sie sich so schlecht mit starken Krämpfen und Schwellungen am Körper, dass wir sie in die Notaufnahme vom LACIMET bringen mussten. Nach etlichen Stunden ging es besser, aber am nächsten Tag verschlechterte es sich wieder. Innerhalb weniger Tage musste sie ans Beatmungsgerät angeschlossen werden.

Als ich sie besuchte, war ihre Mama auch gekommen, und weinte, weil sie genau wusste, dass das Ende ganz nahe war. Ich hab mich langsam genähert und N… dann gefragt, ob sie ein UmkehrGebet sprechen möchte – eine Vorbereitung zum Leben oder zum sterben. Sie wollte. Als wir damit fertig waren, versicherte sie mir, dass sie das von ganzem Herzen gebetet hatte. Das konnte auch die Mutter trösten.

Am 14. September entschlief dann N… um bei Gott zu sein. Es war nicht das, was wir erhofft hatten, aber der Herr hat sie gerufen und sie ist gegangen.

So war mein Erlebnis mit N.. Mein Wunsch ist, dass wir alle bereit sind, wenn Gott uns zu sich ruft.

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